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| Allgemeines und Reiseablauf für |
Endurado unter der
Mitternachtssonne
2 Wochen |
Island MUSS man gesehen haben,
erst recht per Enduro:
begeisterndes Offroad-Erlebnis, unfassbare Land- schaften, Badespaß in heißen Quellen, Flüssen
und Wasserfällen. |
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Allgemein:
Nach Island per Motorrad ist sicher nicht jeder- manns Sache, denn als Motorradfahrer ist man den Wetterkapriolen dieser Insel unmittelbar ausgesetzt. Selbst im Hochsommer wechseln sich sonniges und warmes Wetter rasch mal mit heftigen Regen-, im Hochland auch mal Graupel- oder gar Schnee- schauern ab. Durch unzählige Bäche und Flüsse zu fahren, ist auf Hochlandpisten der Normalfall. Denn nur an absolut unfurthbaren Gewässern baut man in Island Brücken.
Richtig ausgerüstet - u.a. auch mit kälte- und was- serdichten Fischerhosen - ist der Enduro-Spaß jedoch ungetrübt - inmitten atemberaubender Landschaften, geformt durch Islands Klima und allgegenwärtigen Vulkanismus. Weshalb die Insel auch im Überfluss hat, was für mal schlechtes Wetter wirklich entschädigt: heiße Quellen, Flüsse, Seen und Wasserfälle überall.
Unsere Route orientiert sich zum Einen daran, zum andern ist sie ein echtes “Best-off”, eine auf vielen Islandfahrten basierende Ideal-Strecke - enduris- tisch begeisternd, für einen routinierten Motorrad- fahrer aber auch auf einer großen Reise-Enduro gut machbar - selbst zu zweit übrigens, denn auf isländischen Offroad-Strecken ist hohes Gewicht wegen der vielen Furthen und darin manchmal nicht unerheblichen Strömung von Vorteil!
Natürlich erhält jeder Teilnehmer von uns genaue Empfehlungen bezüglich eventueller, für tiefere Wasserdurchfahrten empfehlenswerten Modifika- tionen am Ansaugtrakt des Motorrades.
Übernachtet wird auf unserer Reise in den über das ganze Hochland verstreuten Berghütten (was deren schöne Lage und meist erstklassiger Standard äußerst angenehm macht), in Bed & Breakfasts, auf Bauernhöfen mit Zimmervermietung, auf Camping- plätzen (z.B. Vik und Akureyri), in Hotels und Motels (Reykjavik und Egilstadir). Einmal campen wir im Hochland “wild” (unmittelbar neben einem Wasser- fall mit der Temperatur einer heißen Dusche), die anderen Male haben wir die Wahl zwischen Zeltbe- nutzung und den zuvor erwähnten Unterkünften.
Unser Begleit-Truck mildert alle Härten einer individuellen Motorradreise durch das Hochland natürlich sehr - nicht nur sicherheitstechnisch (z.B. im Falle einer Panne), nicht nur wegen des Gepäck- und Material-Transports, sondern nötigenfalls auch fahrerisch: ist eine Furth mal wirklich zu tief oder zu reißend, wird er einfach zur “Fähre”, denn selbst metertiefe und reißende Furthen sind für einen 10-t-Allrad-Truck mit gewaltiger Bodenfreiheit natürlich kein Problem.
Beim Outdoor-Leben entschärft unser MAN FAE 9150 wetterbedingte Härten, bietet bei Camping- Übernachtungen einen geschützten Koch- und Ess- platz, nötigenfalls für rund 8 Personen auch die Möglichkeit darin zu schlafen. Gefahren wird natürlich nicht hinter dem Truck - was wegen des Geschwindigkeitsunterschieds auf schlechten Pisten für die Motorradfahrer mühsam wäre - sondern nach den von Thomas Trossmann ausgegebenen GPS-Tracks, die die gesamte Route dokumentieren, Treffpunkte genau definieren und jegliches sich-verlieren ausschließen.
Wir erkunden Island übrigens nicht nur motorisiert. Öfters unternehmen wir nach den - meist kurzen - Tagesfahretappen am Nachmittag (oder auch mal am nächsten Vormittag) Wanderungen zu beson- ders lohnenden, nur zu Fuß erreichbaren Zielen, z.B. zu einer heißen Quelle, auf einen Berg oder Vulkan.
Wichtig ist natürlich auch beim Wandern das richtige Equipment: z.B. Wat-Sandalen und hohe Neopren-Socken als Schutz gegen das kalte Wasser beim nicht gerade seltenen Durchlaufen von Bächen.
Übrigens: selbst wenn wir mal erst spätnach- mittags oder gar erst nach dem Abendessen los gehen, schränkt uns kein drohendes Dunkelwerden ein, denn richtige Nacht gibt es im arktischen Sommer nicht und bei der ungewohnten Helligkeit - selbst um Mitternacht - tun sich die meisten Nicht-Isländer ohnehin mit dem Einschlafen schwer.
Last-not-least noch ein Warnhinweis: Island kann süchtig machen!
Reiseablauf:
Sonntag :
abends Flugankunft in Kevlavik.
Hotel-Übernachtung.
Montag (1. Fahrtag) :
von der Halbinsel Reykjanes zum Südkap Islands. Aktiver Vulkanismus, spektakulären Wasserfälle und die dramatische Küste der Halbinsel Dyrholae - bester Platz um die skurrilen Papageientaucher zu beobachten - machen den ersten Fahrtag zu einem begeisternden Einstieg in die Großartigkeit Islands.
Übernachtung auf dem schönen Campingplatz des Dorfes Vik oder im B&B. Fahrtstrecke rund 240 km.
Dienstag (2. Fahrtag) :
30 km nordöstlich von Vik beginnt unsere Süd-Nord-Durchquerung der Insel, wir verlassen den Asfalt für die nächsten 4 Tage. Die ersten Furthen sind zu meistern. Tiefschwarze von neonfarbenen Moos bewachsene Vulkankegel lassen die Fahrt zu unserem heutigen Ziel, einem geradezu mystisch wirkenden Tal - unwirklich erscheinen. Camping bei oder Übernachtung in einer Hütte.
Mehrstündige Wanderung durch immer unglaubli- chere Landschaft zu einem heißen Fluss - wo wir in völliger Einsamkeit baden.
Fahrtstrecke rund 100 km.
Mittwoch (3. Fahrtag) :
auf spektakulärer Offroad-Strecke durch unfassbare Landschaften. Zahlreiche Furthen, steile Auf- und Abfahrten. Baden im heißen Fluss von Landmann- arlaugar am Fuß der malerischen Ryolith-Berge. Camping oder Hüttenübernachtung.
Fahrtstrecke rund 100 km.
Donnerstag (4. Fahrtag) :
die Königs-Etappe dieser Reise - durch Islands große “Wüste” Sprengisandur nach Norden bis zu einer heißen Quelle mit traumhaften Natur- Swimmingpool. Camping bei oder Übernachtung in der dortigen Hütte.
Fahrtstrecke rund 200 km (offroad).
Freitag (5. Fahrtag) :
vom Hochland geht es auf zum Teil alpin wirkender Piste - natürlich mit unzähligen kleinen Furthen - hinunter in ein traumhaft schönes Fjord-Tal. Mit dem Städtchen Akureyri (zweitgrößte Siedlung Islands) erreichen wir die vom warmen Golfstrom geprägte Nordküste - und ein kulinarisches Highlight: eines der besten und bekanntesten Restaurants Islands. Campingplatz-Übernachtung oder B&B. Fahrt- strecke rund 100 km
Samstag (6. Fahrtag) :
vom historischen Dorf Laufas zum Myvattn-See, wo wir einige Stunden im Thermalbad verbringen und einen Vulkanismus-Park besuchen. Übernachtung auf einem Bauernhof unweit des Riesenwasserfalls Dettifoss, die gewaltigste Kaskade Islands. Fahrtstrecke rund 200 km.
Sonntag (7. Fahrtag) :
auf von zahlreichen Furthen garnierter Piste vorbei am “Götterberg” Herdubreit zum Vulkan Askia. Wanderung zu dem vom warmen Wasser gefüllten Nebenkrater Viti. Camping oder Übernachtung in der Askia-Berghütte.
Fahrtstrecke rund 100 km (offroad).
Montag (8. Fahrtag) :
auf fahrerisch höchst reizvollen, zum Teil aus tief- schwarzem Sand bestehenden Pisten durch phäno- menale Landschaften zu einem versteckt gele- genen heißen Wasserfall. “Wildes” Camping.
Fahrtstrecke rund 100 km.
Dienstag (9. Fahrtag) :
zum Berg Snefjell am Nordrand des Vatnajökull-Gletschers. Camping bei oder Übernachtung in der dortigen Hütte. Wanderung auf den 1.830 m hohen Gipfel. Fahrtstrecke rund 80 km.
Mittwoch (10. Fahrtag) :
vom Snefjell zum Städtchen Egilstadir - 20 km vom Hafen Seydisfjördur entfernt, wo Thomas Troß- mann, Truck und Motorräder morgen vormittag auf die Fähre gehe. Übernachtung in Hotel oder B&B . Fahrtstrecke 70 km.
Donnerstag :
eindrucksvoller Flug über die ganze Insel - von Egilstadir nach Reykjavik. Erste von drei Hotel- Übernachtungen im Zentrum Reykjaviks.
Freitag :
ein Tag in Islands unbedingt erlebenswerter, weil schöner, sehr lebendiger und hochinteressanter Hauptstadt.
Samstag :
im weltberühmten Thermal- bad “Blaue Lagune” vergeht der Tag bei ultimativem Wellness-Erlebnis - auch kulinarisch übrigens - wie im Flug.
Sonntag :
am Nachmittag Heimflug von Kevlavik.
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| Termin 1 : |
04.08. - 18.08.2012 |
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