Allgemein:
Für diese Sahara-Reise haben wir Offroad-Strecken ausgesucht, die nicht nur landschaft- lich reizvoll sind, sondern auch das fahreri- sche Können eines durchschnittlichen Reiseenduro-Fahrers und die Geländeeig- nung einer solchen Maschine nicht über- fordern. So können sich auch Anfänger unter kundiger Anleitung und ohne Gepäck an das Erlebnis Wüstenfahrt herantasten. Auch der Straßenanteil der Reise - z. B. die kurvenrei- che Route übers wildromantische Dahar- Bergland - wird jeden begeistern!
Ablauf:
Dienstag: Flug nach Djerba. Mit der kleinen Inselfähre geht es aufs Festland. Wir kreuzen die Hauptstraße nach Medenine nordwestlich der Stadt und überqueren ab dem Bergdorf Toujan in unzähligen Kurven das malerische Dahar-Bergland. Ab der Kreuzung mit der sog. Pipeline-Piste wird die Landschaft dann “wüst”. Entlang des Nordrandes des Sand- meeres Großer Östlicher Erg gelangen wir zur Oase Douz, übernachten in einem idyllisch inmitten des riesigen Dattelpalmenwaldes gelegenen Hotel. Gesamtstrecke: rund 250 km.
Mittwoch: heute unternehmen wir von Douz zwei Ausflüge - am Vormittag einen in der näheren Umgebung der auch “Tor zur Sahara” genannten Oase: dort gibt es ein fürs erste Sandfahr-Training gut geeignetes Gebiet, wo es heißt Basisfahrkönnen auf dem weichen Untergrund zu erwerben oder zu vertiefen. Was unverzichtbar ist für den zweiten und längeren Offroad-Ausflug am Nachmittag. Er führt auf einer wenig befahrenen, oft von kleinen Dünen und Sandfeldern bedeckten Piste zum Cafe “Port du Sahara” am Brunnen Bir Hadj Brahim. Auf einer anderen kleinen Piste geht es zurück nach Douz und ins Hotel - wo Dusche, Swimmingpool und gutes Essen die Anstrengungen der ersten richtigen Wüsten- fahrt belohnen. Gesamtstrecke: rund 100 km.
Donnerstag: durch das von Dünen, Palmen und Kamelen geprägte Nefzaoua-Oasen- gebiet folgen wir dem Südrand des Chott el Djerid, größter Salzsee Afrikas. Direkt auf der Linie der tunesisch-algerischen Grenze führt uns ein schmales, oft von Flugsand bedecktes Sträßchen nach Norden. Vor dem tunesischen Grenzort Hazoua schwenken wir für einige Kilometer auf algerisches Territorium ab - erlaubterweise natürlich. Die Oase Nefta am Nordrand des Chott ist unser Ziel und Standquartier für die nächsten zwei Nächte. Gesamtstrecke: rund 220 km.
Freitag: zu Beginn unseres Vormittagsaus- fluges fahren wir rund 20 km querfeldein durch sandige, von Kamelgras bestandene Wüsten- landschaft nach Norden - zu einem Dünen- gebiet, in dem sich Filmkulissen von den Dreharbeiten für die erste “Krieg-der-Sterne” -Trilogie (Achtzigerjahre) befinden. Nach Bezwingung einer vermeintlich “senkrechten” - eine optische Täuschung - und etwa 20 m hohen Düne erreichen wir eine bizarre Verwitterungslandschaft am Südrand des Salzsees Chott el Gharsa. Hier zeugt eine Art Offroad-Parcour von den Jeep-Ausflügen der Hotels und Reiseagenturen aus Nefta und Douz. Vom “Kamelfelsen” gelangen wir zu einer weitläufigen Dattelpalmen-Plantage und zurück nach Nefta. Nach Mittagessen und Siesta am Pool führt uns der Nachmittags- ausflug ins Innere der Oase. In einem Altstadt-Cafe lassen wir den Tag ausklingen. Gesamtstrecke: rund 100 km.
Samstag: rund 60 km (Straße) nordöstlich von Nefta beginnt eine fast 100 km lange Gelände-Etappe durch eine vom Tourismus unberührte Gegend. Auf kleinen Pisten folgen wir dem Verlauf eines langgezogenen, von Bauern und Viehzüchtern dünn besiedelten Tales. Die Menschen hier sind auffallend freundlich, machen trotz der Einfachheit ihres Daseins einen sehr zufriedenen Eindruck. Ist hier das tunesische Shangrila, das “Tal der Glücklichen”? Nach dem Mittagsimbiß am Treffpunkt mit dem Begleit-Truck (der für manche Pistenabschnitte der Strecke zu breit ist und daher auf einer Parallel-Route fuhr) geht es auf Asphalt erst durch eine “Wildwest”-Berglandschaft, dann über den Salzsee Chott el Fejaj. Kurz nach dem Städtchen Stadt Kebili zweigen wir auf eine schmale Piste in Richtung SO ab und campen rund 20 km weiter in der offenen Wüste. Gesamtstrecke: rund 230 km.
Sonntag: nach rund 30 km zügig zu fahrender Piste kreuzen wir die Straße nach Douz. Auf einer 40 km langen ab jetzt sandigeren Piste geht es zum Wüsten-Cafe unweit des Brunnens Bir Soltane. Über die Pipeline-Route erreichen wir nach fünfzig mehr schlecht als recht geteerten Kilometern die “Bilderbuch-Oase” Ksar Ghilane und quartieren uns in einem Camp mit Zelt-Bungalows und gutem Restaurant ein. Daneben befindet sich ein von einer artesischen Quelle (ca. 36°C warm) gespeistes Naturbadebecken. Und der Einstieg zur bekanntesten Dünenstrecke Tunesiens: wer die rund 3 km zur römischen Festung nördlich von Ksar Ghilane gefahren ist - was querfeldein etwas für Sportenduros, auf der Dünenpiste aber auch mit einem “Dickschiff” machbar ist - hüpft besonders gerne in den Badeteich. Gesamtstrecke: rund 130 km.
Montag: rund 50 steinige Pistenkilometer bringen uns nach Osten in die Dahar-Berge. Vom alten Festungsdorf Ksar Hallouf geht es dann hinunter zur Küstenebene. Wir durchqueren die quirlige Stadt Medenine diesmal und folgen ein Stück der verkehrs- reichen Transitstrecke nach Libyen. Über einen vor 2000 Jahren von den Römern angelegten Damm gelangen wir wieder auf die Insel Djerba - und lassen die Reise in unserem Strandhotel ausklingen. Gesamt- strecke: rund 200 km.
Dienstag: Rückflug.
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