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  Termin 1: 13.01. - 20.01.2009
  Termin 2: 17.02. - 24.02.2009
     
 
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Allgemeines und Reiseablauf für

Dünen Surfen
für Wüstenflöhe
1 Woche

Challenge für Dünen-Fans:
zum “verlorenen See” Houidhet Richet.
 

Allgemein:
Neben grandiosen Wüsten - insbesondere Dünenlandschaften prägt diese Reise ein besonders intensives Enduro-Erlebnis - die Bezwingung der berühmt-berüchtigten Route zum “verlorenen See” (wie Thomas Troßmann den Houidhet Richet 2001 nach seiner ersten Fahrt dorthin genannt hat). Der von heißem artesischen Wasser gespeiste See liegt in einem wegen der hohen, eng zusammen- stehenden und sehr zerklüfteten Dünen schwer zugänglichen Teil des Großen Östli- chen Erg - rund 100 Luftlinienkilometer südlich der Oase Douz.

Schon viele Geländewagen- und Endurofahrer haben sich an der mittlerweile recht bekannten Strecke versucht. Weit weniger haben den See allerdings wirklich erreicht. Allerdings hört man öfters: “Wir waren fast dort” - wie mancher zu behaupten wagt, wenn ihn nur noch ein paar Kilometer vom Ziel trennen. Die längsten “paar Kilometer”, die es gibt allerdings: so spektakulär und schwierig die zahlreichen auf dem bisherigen Weg geschafften Dünen-Passagen auch anmuten - sie waren ein Kinderspiel gegen das, was ab etwa zehn Luftlinienkilometer vor dem See zu bewältigen ist! Weshalb sich auf dieser Route schon etliche Dramen, selbst solche mit fatalem Ausgang abgespielt haben.

Mit einer Sportenduro unter einem dünen-routinierten Fahrer ist die Fahrt dorthin allerdings ein grenzenloses Vergnügen. Thomas Troßmann (der auch schon mal mit seiner BMW HP2 zum See gefahren ist) führt die Gruppe auf einer Sportenduro, erklärt und zeigt worauf es beim Dünenfahren ankommt - und das ist weit mehr als der oft gegebene Banal-Ratschlag “Gas!”. So kommt üblicher- weise ein geübter Endurofahrer selbst ohne Sanderfahrung rasch in den Spaßbereich. Ausgangs- und Endpunkt der Tour ist die Oase Douz. Der Transfer vom und zum Flughafen auf Djerba erfolgt per Taxi.


Ablauf:
Montag (Ankunftstag), Dienstag vormittag, Sonntag und Montag (Abflugtag): wie “Sahara für Wüstenschiffe”

Dienstag: ......westlich davon beginnt die Wüste und es erwartet uns die erste längere Offroad-Strecke (100 km) - erst einige Kilometer durch ein tiefsandiges Wadi dann ein Stück auf einer zügig befahrbaren Piste in Richtung Bazma, schließlich einer schmäleren nach Douz. Nach insgesamt knapp 300 km quartieren wir uns dort am Rand des Großen Erg in einem schönen Hotel inmitten des riesigen Palmenhaines der Oase ein.

Mittwoch: Von Douz starten wir mit einem hervorragenden einheimischen Führer in Richtung “roter See”. Der Grund, warum wir uns nicht nur auf eigene Ortskenntnis, GPS und die gespeicherten bisherigen See-Anfahrungen verlassen, liegt darin, dass sich die “Schlüsselstellen” der Strecke aufgrund der Dünenstruktur oft verlagern. Nur jemand, der die Region wie seine Burnus-Tasche kennt, kann dann Stress vermeiden - ganz besonders auch, wenn die Sicht durch Wind eingeschränkt ist. Von Douz gelangen wir erstmal auf einer stellenweise stark verwehten Piste zum Cafe “Port du Sahara” am Brunnen Bir Hadj Brahim, dann zu dem eingezäunten Wildschutzpark von Jebil. Gazellen, Füchse, Hasen und Warane sollen hier vor dem süd-tunesischen Volkssport Wildern geschützt werden. Nach Umfahrung der Umzäunung erreichen wir südlich des Bergzuges von Jebil die ersten großen Dünenfelder - teilweise schon bis über 20 m hoch. Am Fuß des mitten in einem Dünenmeer liegenden Tafelberg El Jedariet campen wir nach rund 130 km seit Douz in geradezu umwerfend schöner Landschaft.

Donnerstag: heute wird es hart! Es sind zwar nicht einmal 50 km, die wir bis zum Berg Dekanis Kebir - Ort des Basislagers für die See-Anfahrung - zurücklegen müssen, doch die sind für Mopeds wie Begleitauto normalerweise eine echte Aufgabe - zumal der Wüstenwind nicht selten beim letzten Mal noch fahrbare Schlüsselstellen unüberwindbar gemacht und es heißt neue Passagen über die bis zu 50 m hohen Dünenketten zu suchen.

Freitag: nach dem Frühstück nehmen wir von unserem Camp am flachen Dünenberg Dekanis Kebir mit den Enduros die letzten 10 km - Luftlinie wohlgemerkt - zum See in Angriff. Da natürlich der Gedanke an einen Unfall oder Schaden und die Strapazen einer Bergung wie ein Damokles-Schwert über uns hängt, heißt es auf Nummer Sicher gehen: häufige Sammel- und Abkühl-Stops, dazu Teamwork an extremen Passagen oder wenn einer mal hängen bleibt sind unerlässlich. Etwa 20 gefahrene Kilometer zeigt der Tacho am See an - dessen Erreichung und Anblick jeden mit Stolz und Ergriffenheit erfüllt. Zurück geht es leichter - sodass wir normalerweise nach dem Mittagsimbiß in Richtung Osten aufbrechen können: Lieber heute noch einen Teil der Strecke in Richtung Ksar Ghilane schaffen: die vor uns liegende Gourgleb-Passage steht der Anfahrt zum Dekanis weder in Länge noch in Schwierigkeit nach!

Samstag: auf Höhe der Quelle Ain Sbad verlassen wir den Erg nach spektakulären Auf- und Abfahrten. 25 km weiter ist die “Bilderbuch-Oase” Ksar Ghilane ereicht. Wir übernachten auf einem gepflegten Campingplatz mit gutem Restaurant und baden ausgiebig in dem von einer artesischen Quelle gespeisten Thermalbadeteich.

 
 
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