Diese Motorradreise führt durch den tunesischen Teil des riesigen, Großer Östlicher Erg genannten Dünengebiets.
Sie ist die perfekte Reise für Enduro-Fahrer/innen, die in der schönsten Landschaftsform der Sahara grandiosen Fahrspass erleben wollen.
Die Route der „Sand-Ozeankreuzfahrt“ ist ultimativ: Sie erreicht nicht nur den einst legendären „Verlorenen See“, genau gesagt die Thermal-Quelle und Oase von Houidhet Riched, sondern auch noch den 70 Luftlinienkilometer südwestlich gelegenen „Mount Everest" des Sandgebirges, die bis 350 Meter über die umgebenden Täler aufragenden Dünen von Sif Essaouane.
Die „Sand-Ozeankreuzfahrt“ ist deshalb mit acht Fahrtagen um drei länger als die von WÜSTENFAHRER zwischen Februar 2001 und April 2019 zweiundzwanzig mal durchgeführte Dünenreise zum „Verlorenen See".

Thomas Troßmann leitet die Reise per Motorrad, legt eine von der Orientierung korrekte und mit Enduros machbare und fahrspass-intensive Spur vor. In kurzen Abständen sammelt er die Gruppe immer wieder, wartet auf die Autos und den einen oder anderen, lieber in deren Spur fahrenden Biker. Denn die Motorrad-Route ist naturgemäß direkter und steiler als die unserer Begleitfahrzeuge, die die Dünenketten mehr durchkurven als überqueren - ausser es geht nicht anders.

Gefahren werden sie übrigens von seit vielen Jahren mit WÜSTENFAHRER zusammenarbeitenden tunesischen Guides. Die kennen die Region wie ihre Burnus-Tasche und pilotieren ihre 4x4s problemlos über die kompiziertesten Dünenketten. Um so gut wie sie den Blick für einen fahrbaren Weg zu entwickeln, braucht es viele Fahrten durch das extreme Dünengelände im Inneren des Grand Erg Orientale. 
Seit 2010 geht es allerdings auch ohne große Erfahrung, denn in diesem Jahr wurde wegen der zunehmenden Zahl teilweise fataler Unfälle und Irrfahrten vom tunesischen Tourismus-Ministerium Führerpflicht beschlossen.

Inzwischen brauchen die 4x4-Reisegruppen mit ihren narrensicheren Hightech-4x4 nur noch ihrem Guide hinterherfahren - weshalb es immer mehr werden und es am "Verlorenen See" manchmal recht voll ist. Da trauert man als "alter Seefahrer" schon mal den Zeiten nach, als jeder, der es dorthin schaffte, wirklich etwas geleistet hatte - und von den wenigen anderen Wüstenfahrern und den Einheimischen am See - herzlich empfangen wurde. Deshalb ist der einst "Verlorene See" für uns nur noch eine - zweifellos wunderschöne und wegen des 36 ° warmen Badeteichs auch sehr angenehme - Station der Reise. Ziel und Höhepunkt ist jedoch Sif Essaouane.

Niemand, der noch nicht dabei war, kann sich - trotz Videos und Fotos - wirklich gut vorstellen, was ihn erwartet. Darum auch zu den Anforderungen dieser außergewöhnlichen Reise ein paar Worte:

Trotz vieler in kurzen Abständen stattfindender Stops und Pausen - zum Sammeln der Gruppen, zum Filmen, Fotografieren oder um sich mal zu helfen - kann die Fahrerei anfangs anstrengend sein, zumindest für die noch nicht Dünenerfahrenen in der Gruppe. Doch dank Thomas Troßmanns Fahrtechnik-Instruktionen, natürlich auch mithilfe der von ihm gefahrenen Linie, lernt jede/r offroad bereits einigermassen Geübte das Dünenfahren rasch.

Ein dafür geeignetes Geländemotorrad ist natürlich Voraussetzung. Es sollte leicht sein - je weniger Dünenerfahrung, desto weniger Kilogramm - lautet hier die Devise, damit man es möglichst mühelos nach einem Steckenbleiber oder Umfaller wieder flott bekommt. Gut geeignet sind Viertakt-Einzylinder-Sport-Enduros mit 250 bis 450 ccm und einem Gewicht zwischen 100 und 120 kg. Aktuelle Zweitakter mit 250 oder 300 ccm Hubraum sind mit ihren durchzugsstarken Triebwerken ebenfalls dünentauglich und natürlich besonders leicht. Wer im Dünenfahren bereits geübt ist, kommt auch mit größeren Einzylindern wie der KTM 690 R oder der BMW XChallenge 650 gut klar. Routiniers schaffen es auch mit 200-kg-Enduros - Thomas Troßmann und einer seiner Stammkunden haben den „Verlorenen See“ schon mit BMW HP2 erreicht.

Grundsätzlich gilt: Übung macht den Meister. Mögen die ersten höheren Dünenketten noch ein wenig stressig sein, wird das Ganze mit jedem Kilometer immer leichter, denn in den Dünen funktioniert "Learning-by-doing" genau so gut wie beim Skikurs das Einfach-hinter-dem-Lehrer-Fahren.
Am Nachmittag des Ankunftstages wird von Thomas Troßmann zudem ein kleiner Fahrkurs, für die schon Erfahrenen ein "Warmfahren"  in den kleinen Dünen am Südrand der Oase Douz - wo wir vor und nach der Reise im Hotel übernachten - abgehalten.
Der erste Fahrtag ist dann ebenfalls noch einfach. Eine schmale, 40 km lange und kurvenreiche Piste, mal nur sandverweht, mal mit nur meterhohen "Dünchen" garniert, ist optimal, um mit dem labilen Untergrund vertraut zu werden.

Last-but-not-least: Diese Reise macht, wie viele "Wiederholungstäter/innen" zeigen, ein wenig süchtig - nicht nur nach dem Fahrspaß des Dünen-„Surfens“ per Enduro, sondern auch nach dem entspannten Leben - Lagern, Kochen, Campen - im Dünenmeer. Nirgendwo sonst läßt sich so gut abschalten, können alle Zuhause-Themen auch mal dort bleiben als in den Dünen der Sahara - z. B. auch am Lagerfeuer unserer Guides, mit einem Bierchen oder Glas Wein in der einen Hand, einem Stück ihres köstlichen "Feuerbrotes" in der anderen.
Unsere "Indianer" bekochen uns übrigens auch - Gegrilltes, Salat, Obst, National-Gerichte wie Couscous, Brik und Aysha. Zum Frühstück bleiben wir beim bewährten und zum Dünenfahren notwendigen "Kraftfutter" - Müsli, Milch, Nutella, Konfitüre und starker Kaffee.


Ein Reisebericht über die von 2002 mit 2018 von WÜSTENFAHRER rund 20 x durchgeführte "Sandmeerkreuzfahrt" ist in der Motorradzeitschrift ENDURO erschienen und hier downloadbar

 

VIDEOS ZUR TUNESIEN REISE

      


DETAIL-INFORMATIONEN:

Fahrerische Voraussetzungen:

- Fahrer/innen: Sanderfahrung, alternativ fahrerische Routine im Gelände, ist ein Muss. Übrigens haben auch schon Enduro-Fahrerinnen an der Sandmeerkreuzfahrt teilgenommen.

- Motorrad: Diese Reise ist grundsätzlich nur für leichte - bis ca. 120 kg - Geländemotorräder geeignet. Dünen-Routiniers kommen auch mit schwererem Material klar.

- Fitness: Trotz vieler Pausen und eher kurzer Tages-Etappen, braucht es für diese Reise annehmbare Fitness und Kondition.

- Teilnehmerzahl: Mindestens 5, höchstens 9

Unsere Leistungen:
- Reiseleitung durch Thomas Troßmann
- Motorrad- und Gepäck-Transport von/bis WÜSTENFAHRER-Sitz
- Begleit-Auto(s)
- Benzin
- Übernachtungen: 2 x Hotel in Douz
- Verpflegung:
     Voll-Pension mit Bier und Wein bei den sieben Camping-Übernachtungen
     Halb-Pension bei beiden Hotel-Übernachtungen
- Behördliche Autorisation der Reise
- Einheimischer Guide

Reisepreis:
3.590 €

Zusatzkosten:
- Flüge nach Tunis oder Djerba
- Transfers zwischen Flughafen und und Douz (per Taxi, Bus oder Mietwagen [ab 4 Persoinen besonders günstig])

Bezahlung:
- 20 % Anzahlung nach Erhalt der Buchungsbestätigung
- Restzahlung bis 30 Tage vor Beginn

Termine:
02.11.2019 - 10.11.2019 (inkl. Hin- und Rückflugtagen) 
30.12.2019 - 06.01.2020 (inkl. Hin- und Rückflugtagen)

Buchungsschluß:
4 Wochen vor Reisebeginn

Buchung und Reiserücktrittsversicherung:
Bitte benutzen Sie das Online-Anmelde-Formular unter nachstehender Bilder-Gallerie.
Mit dieser können Sie eine Reiserücktrittsversicherung beim Anbieter Ihrer Wahl abschließen.
Wir empfehlen den ADAC oder Europe Assistance.




BILDER ZUR TUNESIEN REISE

 

Reise-Anmeldung Island: Motorradreise durch Hochland und Westfjorde

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