Anfang Februar 2018 ging die dritte WÜSTENFAHRER-Algerien-Reise innerhalb von 12 Monaten zuende. Unter den 14 Teilnehmern befanden sich diesmal auch zwei Engländerinnen und sechs Engländer, sodass die Reise recht vielsprachig verlief – neben Englisch in Deutsch, Schweizerdeutsch, französisch und Tamaschek. Auch die "Brits" waren größtenteils alte Hasen, die neben der halben Welt auch schon Algerien per „Trailbike“ - wie Enduros auf der Insel heißen - besucht hatten, also wußten wie traumhaft die dortige Sahara ist. Und vor Sehnsucht danach waren sie dann dem Vorschlag des britischen „Wüsten-Gurus“ Chris Scott gefolgt, mit seinem alten Reisebuch-Autoren-Kumpel Thomas Troßmann mitzufahren.

Auch die dritte „neue“ WÜSTENFAHRER-Reise nach Algerien verlief wieder angenehm und problemlos. Das Wetter war uns wieder unwinterlich günstig gesonnen, die Reise-Route ohnehin ein Traum und die Stimmung immer lustig.

An- und Abreise nach und von Illizi, wieder Ausgangs- und Endpunkt unserer Reise, verliefen für mich und Salah Zegri im Begleit-Truck wieder zügig und mit VIP-Status – dank Eskortierung durch die Gendarmerie Nationale und dadurch Vorrang im Verkehr wie an allen Checkpoints zwischen Tunesien und Hassi Messaoud. Von dort bis  Illizi und zurück durften wir ohne Eskorte fahren - man kennt uns mittlerweile – und zwischen den  Garnisonen Postbote spielen. War uns eine Ehre!

Die nächste Algerien-Reise – über die Jahreswende 2018/2019 – wird eine etwas andere Route bekommen. Nicht weil die bisherige zu toppen wäre, sondern damit es mir nicht langweilig wird 😉. Spaß beiseite: Mein Freund und Stamm-Guide Ahmed Zegri trägt einfach meinem Wunsch Rechnung, wieder mehr in Gegenden zu fahren, wo noch keine Touristen waren, wo es weit mehr Kamelspuren als solche von Autos gibt. Denn einstige "Exklusiv"-Regionen wie Tadrart und Tassili NAjjer sind inzwischen recht frequentiert – natürlich nicht durch europäische Touristen, denn von denen glauben immer noch die meisten, es könnte in Algerien gefährlich sein.
Nein, es sind Nord-Algerier, Tunesier, Marokkaner und andere arabische Touristen, die die algerische Sahara immer zahlreicher mit Geländewagen und Enduros besuchen. Das hat leider zur Folge, dass der Wüstenwind nicht mehr hinterherkommt, Fahrzeugspuren zu glätten und manchen einst so idyllisches Tal heute aussieht, als sei die Dakar-Rallye durchgefahren. Erinnerungen an das einst so schöne, ab Mitte der Neunziger extrem verspurte und vermüllte Akakus-Gebirge in Libyen werden da leider wach. 
Unsere nächste Reise-Route wird daher von und bis Illizi durch höchstens von Tuareg auf der Suche nach ihren Tieren oder zur Jagd befahrene, abgelegene Gebiete im Dreieck Ifni, Tamadjert, Tihodaine, Ifedanouene, Afara und Aharhar führen – eben dorthin wo es am allerschönsten ist und das Enduro-Wandern am meisten Spaß macht.

Aktuelles zu Tamanrasset und dem Hoggar-Gebirge:
Die Assekrem-Rundfahrt ist wieder machbar. Es ist die einzige Offroad-Strecke in weitem Umkreis, die erlaubt ist, denn nicht einmal die inzwischen zu mehr als der Hälfte geteerte "Route Nationale" zwischen Tamanrasset und Djanet ist für die Befahrung durch Touristen freigegeben. Sogar für nicht-authorisierte Einheimische verboten ist die, von WÜSTENFAHRER so viele Male gefahrene Hoggar-Süd-Umfahrung - eine echte Traumstrecke zwischen "Tam" und Djanet. Dies ist allerdings verständlich, denn die relative Nähe zum noch immer chaotischen Staat Niger, i. B. zu den Routen der Flüchtlings-Schmuggler, birgt Risiken.
Dass für die Assekrem-Rundfahrt aber nicht nur die Begleitung durch eine authorisierte algerische Reise-Agentur genügt, sondern die Eskortiierung durch zwei Fahrzeuge der Gendarmerie Nationale obligatorisch ist, versteht  laut Aussage von Gendarmen wie algerischen Reise-Agenturen niemand wirklich. Jedenfalls ist die 190 km lange Strecke deswegen nicht mehr Fahrspass in traumhafter Landschaft, sondern nervige Staubfresserei zwischen den Begleit-Autos. Áber "Vorschrift aus Alger" ist "Vorschrift aus Alger". Und solange diese besteht, fährt WÜSTENFAHRER nicht ins Hoggar-Gebirge.

 

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