2018 dauerte die WÜSTENFAHRER-Island-Reise für alle Mitreisenden drei statt zwei Wochen. Grund war, dass An- und Abreise mit der so interessanten und komfortablen Schiffs-Passage zwischen Dänemark und Island stattfanden.
Für Motorradreisende ist das Wetter auf der "Trauminsel aus Feuer und Eis" natürlich ein Thema. Doch auch 2018 meinte es der Wettergott wieder gut mit uns - wie eigentlich auf allen der bislang 11 WÜSTENFAHRER-Island-Reisen: 13 Tage Sonne pur und nur zwei mit Regen, am ersten davon eine Stunde lang, am zweiten einen halben Tag.
Während unserer fünf Tage auf den Westfjorden, mit großartigster Reiseteil, sorgte die isländische Sonne für das passende Traumwetter, um z. B. in Latrarberg, westlichster Punkt der Insel, die berühmten "Puffins" - Papageientaucher - aus nächster Nähe zu beobachten.
Auch beim Whalewatching sonnten sich ganze Buckelwal-Gruppen, schwammen zum Anfassen nah um unser Schiffchen und machten ein "Männchen" nach dem Anderen.
Auch ein Premiere gab es, die Fahrt hinauf zum nördlichsten der Westfjorde und einem dort am Ende aller fahrbaren Wege liegenden kleinen Thermalbad. Badefreunde kamen auf unserer Reise ohnehin wieder vielerorts auf ihre Kosten, denn unsere noch einmal optimierte Route orentierte sich außer an landschaftlichen Highlights auch an der Lage der schönsten "Hotpots" Islands. Zwei der heißen Quellen lagen übrigens so dicht am Meer, dass wir dieses sogar als Abkühlungstauchbecken benutzten. Am Strand von Reykjavik brauchte das Schwimmen im Atlantik hingegen keine Überwindung, denn eine dort ins Meer fließende Thermalquelle wärmte das normalerweise rund 10 Grad kalte Wasser auf über 25 Grad auf. Das "Gletscherbad" an der Nordseite des Vatnajökull  gibt es nicht mehr, denn der 2015 ausgebrochene Bardabunga hat seine Aktivität aktuell weitgehend eingestellt. Allerdings ist die nächste Eruption nur eine Frage absehbarer Zeit.
Seit 2015 sind auf Island die Kosten für Unterkunft und Restaurant-Essen stetig gestiegen und haben 2018 nun wieder das hohe Niveau vor dem isländischen Wirtschafts-Crash erreicht. Natürlich wird das von Vielen als Nachteil empfunden. Wir sehen es im direkten Vergleich zu den letzten Reisen auch als Vorteil: Der enorme Andrang von Touristen, auf der isländischen Ringstrasse durchaus als Massen-Tourismus zu empfinden, hat deutlich nachgelassen. Und den WÜSTENFAHRER-Teilnehmern können zumindest die Preise für die Unterkunft egal sein, denn die Kosten dafür sind ja im Reisepreis inkludiert. Und hin und wieder ein Abendessen in einem netten - und untouristischen - Restaurant sollte man sich schon gönnen, denn die isländische Küche ist vom Feinsten.

 

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