Leider kam es im Raum Gao/Timbuktu im Dezember 2018 wieder zu Kampfhandlungen zwischen malischen Truppen/Blauhelm-Einheiten und aus dem Untergrund agierenden islamistischen Terroristen. Höhepunkt war bislang ein Selbstmord-Anschlag auf eine Garnison bei Gao.

Fast zeitgleich flamme auch der alte ethnische Konflikt zwischen den, am Abbruch von Bandiagara wohnenden Dogon und den nomadisierenden Fulbe (Peul) wieder auf. Bislang war der für die Besucher des Weltkulturwerbes Dogon-Land höchstens als eine Art Antipathie spürbar. Jetzt aber kam und kommt es vermehrt zu blutigen Auseinandersetzungen. Nach offiziellen Angaben soll islamistisch-terroristische Indoktrinierung durch eingeschleuste IS-Prediger die Ursache sei.

Dass unsere Reise - wie bei ihrer Ausschreibung Ende 2017 noch realistisch - uns ins Dogon-Land und nach Timbuktu führen wird, ist daher Anfang 2019 unwahrscheinlich. Selbst der Guide und zwei Hoteliers, mit denen WÜSTENFAHRER in Mali zusammenarbeitet, haben Thomas Troßmann bei Telefonaten dringend abgeraten.
Last-but-not-least hat die deutsche Botschaft in Bamako deutlich gemacht, dass erstens die für das östliche Mali geltende Reisewarnung des DAA aktuell besonders ernst zu nehmen ist, zweitens Touristen an den Checkpoints östlich von Bamako ohnehin zur Umkehr in die Hauptstadt aufgefordert würden.

Wir werden daher unseren Mali-Aufenthalt auf den bergigen und "urwaldigen" Westen des Landes beschränken, haben in diesem landschaftlich und kulturell ausnehmend reizvollen "Bilderbuch-Afrika" mehr Zeit als ursprünglich vorgesehen.
Das Gleiche gilt auch für unseren im letzten Reisedrittel erfolgenden Besuch der traumhaft schönen Casamanche im Südwesten Senegals.

Zudem werden wir ein Land mehr als ursprünglich geplant durchqueren - Gambia. Dieses im Verhältnis zum Senegal - für westafrikanische Verhältnisse gut organisiert und hoch entwickelt  - und auch zu Mali eher klassisch "schwarzafrikanische" Land ist zumindest einen kurzen Besuch wert. Den statten wir Gambia auf dem Weg von der Casamanche nach Dakar ab.
Da am 21. Januar 2019 die neue Brücke über dem Fluß Gambia eröffnet werden soll, fällt allerdings eine der interessantesten - aber auch längsten - Wartezeiten an einer afrikanischen Flußfähre weg. Aber natürlich muss man die Brücke nicht benutzen - falls sie überhaupt wirklich fertig ist.