Ursprünglich wollten wir ja bis Timbuktu fahren.
Doch seit November 2018 hatte sich im östlichen Mali die Sicherheitslage wieder verschlechtert - nach langer Zeit der Stabilisierung.
Dazu kam es im Dogon-Land vermehrt zu Auseinandersetzungen mit der Volksgruppe der Fulbe. Das berühmte Weltkulturerbe im südlichen Mali wurde zum Kriegsschauplatz.
Kurz vor Reisebeginn bestätigte mir ein letzter Anruf bei der deutschen Botschaft in Bamako, dass deswegen für Touristen-Gruppen Fahrten östlich der Stadt Segou verboten seien.
Westlich von Bamako, erklärte man mir, sei das Reisen in Mali sicher. Dieser urwaldige, gebirgige und von den Strömen Senegal, Bafing und Bakuye durchflossene Teil des Landes sei sein landschaftlich schönster und seine Menschen gelten als die liebenswürdigsten Westafrikas.
Auf unserer Reise bestätigt sich das wie auf meinen früheren Fahrten durch den Westen Malis.
Schon beim Grenzübertritt vom Süden des Staates Senegal spüren wir die Freundlichkeit und Lockerheit der malischen Beamten, in den folgenden fünf Tagen die geradezu berührende "Willkommens"-Attitude von wirklich jedem Malier, mit dem wir zu tun haben.

Unsere Route führt uns über Kenieba, den Manantali-See und Bafoulabe in den Norden – mal auf Pisten, mal auf Straßen, immer durch großartige Landschaft. Von Kayes kehren wir in den Senegal zurück.
Auch dort jagt übrigens – vor und nach Mali - ein Highlight das andere:

In den ersten Reisetagen fuhren wir von Saint Louis über den Lac Rose und das Delta des Saloum ins großwildreiche Niokolo-Koba-Reservat, von dort ins an der Grenze zu Guinea Conakry gelegene Gebiet des Volkes der Bassari. Deren Siedlungen und ihre ursprünglichen Lebensweise gelten als „Weltkulturerbe“ und faszinieren nicht weniger als früher das Dogon-Land.
Im unweit eines 80 m hohen Wasserfalls gelegenen Dorf Dindefello finden wir im liebevoll geführten Campment Dogon Hütten und Zeltplätze.
Tags darauf geht es per Enduro hinter unserem einheimischen Moped-Guide Seydou über zig Kilometer einspuriger Pfade durch tolle Landschaft - und zum Bassari-Dorf Iwoli. Die anschließende Fußwanderung zu dem auf einem Berg gelegenen Ort ist wegen der knapp 40 Grad im Schatten - das Ganze noch aufgeheizt durch diverse Buschfeuer -  anstrengend, doch der Besuch wird - auch dank unseres Guides - zum äußerst eindrucksvollen Erlebnis.

Zwei Tage durchqueren wir die Region Casamanche mit ihren tropischen Wäldern und Lagunen. Wieder am Atlantik genießen wir das "coole" Ambiente unserer idyllischen Strand-Herberge - 2018 waren wir schon hier - im südlichsten Ort des Senegal. Bei Ebbe fahren wir mit den Enduros am makellos sauberen Traumstrand nach Guinea-Bissau hinein.

Nach Durchquerung des chaotischen, aber irgendwie sympathischen und im Staat Senegal eingebetteten Gambia, kommen wir nocheinmal an die malerische Lagune von Somone. Dort, südlich von Dakar, hatten wir schon am dritten Reisetag ein wenig relaxed.

Nördlich von Dakar geht es schließlich in einer 120 km langen Strandfahrt vom „Lac Rose“ - ab 2020 vielleicht wieder Dakar-Rallye-Ziel - entlang der Cote Sauvage zur Zebrabar. Einst wie heute ist das an einer Lagune gelegene Campment-Motel unweit der senegalesischen Ex-Hauptstadt Saint Louis Treffpunkt von Afrikafahrern - und für uns wiedermal Endpunkt einer außergewöhnlichen Reise, eine die die Rückkehr nachhause erstmal zum Kultur-Schock macht.

Für mich nicht, denn ich fahre wie fast immer overland/overseas nachhause - bis zur mauretanisch-marokkanischen Grenze begletet mich mein mauretanischer Freund Amar. Dann bin ich alleine im WÜSTENFAHRER-Truck, weitere sieben Tage lang, 3.000 Straßenkilometer und eine zweitägige Schiffs-Passage weit.

Last-but-not-least:
Motorradreisende, die etwas Besonderes erleben wollen, afrika-erfahren sind und passabel Enduro fahren, können sich im Kalender vormerken:
Im Februar 2020 findet eine ähnliche Reise statt - in umgekehrter Richtung und ergänzt durch Mauretaniens Sahara. Halbvoll ist sie schon, denn diverse Wiederholungstäter haben sich schon mündlich angemeldet.

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