SO WAR UNSERE ALGERIEN-REISE IM NOVEMBER 2019

Erstmals seit 2003 war es wieder erlaubt, die legendäre "Gräberpiste" zu befahren.
Das taten wir natürlich - eine Enduro-Fahrerin, acht Enduro-Fahrer und unsere drei "Indianer", Tuareg mit ihren unsere Reise begleitenden Pickups.
Die Zufahrt auf die "Gräberpiste" unternahmen wir vom kaum 100 Luftlinien-Kilometer, aber fast 250 Fahr-Kilometer südlich gelegenen Tuareg-Dorf Tamadjert - auf einer zum Teil spektakulär verlaufenden Route durch das westlicheTassili N'Ajjer.
Von der Südspitze des gewaltigen Erg Tifernine "flogen" wir schließlich fast 100 km weit am Ostrand des Dünengebirges nach Norden - bis wir auf die Reste der zu Zeiten der französischen Kolonisierung erbauten und stark umkämpften Piste stießen. Wegen der noch immer sichtbaren, christlichen wie islamischen Friedhöfe bekam sie von den ersten Sahara-Touristen den Namen "Gräberpiste". Drei Tage und rund 350 km weit folgen wir ihr, bis wir die Stadt Illizi und damit das Ende unserer zweiwöchigen Motorradreise erreichen.

Begonnen hatte sie in Djanet, dem berühmten Städtchen am südöstlichen Rand des Tassili N'Ajjer.
Meine acht Reiseteilnehmer waren dorthin geflogen. Ich hatte den WÜSTENFAHRER-Truck samt neun Motorrädern und der nötigen Ausrüstung in einer knappen Woche von zuhause dorthin gefahren, rund 2.900 km Fahrtstrecke plus Schiffs-Passage zwischen Genua und Tunis. Auto und Anhänger wurden nach dem Entladen und Umladen auf die beiden Pickups unserer Tuareg-Begleiter von einem Mitarbeiter der uns betreuenden algerischen Reise-Agentur zum 410 Asfalt-Kilometer nördlich gelegenen Illizi  gefahren. So war es mir wie in den Anfangszeiten von WÜSTENFAHRER REISEN möglich, die gesamte Reise von meiner Enduro aus zu leiten - für mich ein Hochgenuss im Vergleich zur Autofahrt, für alle Mitglieder unserer Reisegruppe ein Garant für Fahrspass und Sicherheit.

Der erste Teil unserer Reise führte fünf Tage lang in die sensationelle Landschaft des Tadrart - und wieder zurück nach Djanet.
Der zweite Teil hatte dann die "Gräberpiste" zum Ziel. Über die landschaftlich dem Tadrart nicht nachstehenden Sahara-Highlights Tikobaine, Dider, Tasset,  Afarar und Ifedanouene erreichten wir in vier Tagen das Tuareg-Dorf Tamadjert im Innern des westlichen Tassili N'Ajjer. Es ist quasi das "Shangrila", das "Tal der Glücklichen" in der Sahara.
Ein Pausentag ließ uns in den schönen Gueltas einer nahen Schlucht Badefreuden genießen. Natürlich besichtigten wir auch die wohl berühmtesten und interessantesten neolithischen Felsmalereien der Sahara.

Ein ausführlicher Bericht über diese Reise ist in den Ausgaben 3- und 4-2020 der Zeitschrift ENDURO erschienen. Ein Download-Link ist nach der Einleitung der Reisebeschreibung zu finden.