Diese Motorradreise in die Tiefen des Großen Östlichen Erg ist perfekt für im Sand routinierte Enduro-Fahrer/innen, die in der schönsten Landschaftsform der Sahara grandiosen Fahrspass erleben wollen.

Von der Oase Douz geht es am ersten und zweiten der insgesamt acht Fahrtage zur Thermal-Quelle und Oase von Houidhet Riched. An diesem, schon längst nicht mehr "verlorenen", weil mittlerweile aufgrund der Führerpflicht für viel mehr Offroad-Touristen als davor erreichbaren See verlassen wir die ausgetretenen Pfade des Sahara-Tourismus, denn unser Ziel sind die legendären Dünen von Sif Essaouane.
Nur Wenige versuchen sich an der Fahrt dorthin. Von denen erreicht wiederum nur ein Bruchteil das landschaftlich umwerfend schöne Dünengebirge von Sif Essaouane, was daran liegt, dass die Dünenketten, die auf dem Weg zum Houidhet Riched zu überqueren waren, ein Kinderspiel gegen das sind, was die Fahrt von dort nach Sif Essaouane an fahrtechnischen Anforderungen stellt - ganz zu schweigen von der Weiter- und Rückfahrt von Sif Essaouane zum Doppeltafelberg Tembain-Jedariet.
Dort endet unsere Sif Essauane-Expedition nach fünf Tagen seit dem Houidhet Riched in vom Sahara-Offroad-Tourismus besetztem Gebiet. Der letzte Fahrtag bringt uns dann von dort auf einer kaum bekannten und höchstens von Einheimischen befahrenen - oder per Kamel gerittenen - Route zurück nach Douz.
Die fünf Fahrtage zwischen Houidhet Riched, Sif Essauane und Tembain sind für geübte Enduro-Fahrer/innen auf leichten Sport-Enduros mehr als ausreichend, erlauben das Biwakieren schon am mittleren Nachmittag jedes Fahrtages - sodass genug Zeit bleibt, die traumhafte Umgebung zu geniessen. Zum Anderen halten sich die körperlichen Anstrengungen des Dünenfahrens per Enduro in erträglichen Grenzen.

Thomas Troßmann leitet die Reise per Motorrad, legt eine von der Orientierung korrekte und mit Enduros machbare Spur vor. In regelmäßigen, je nach Schwierigkeit der Passagen kurzen Abständen sammelt er die Gruppe, wartet auf die Begleitautos und den einen oder anderen, lieber in deren Spur fahrenden Biker. Denn die Motorrad-Route ist naturgemäß direkter und steiler als die unserer Begleit-Pickups, deren Piloten die Dünenketten meist auf sehr gewundenen Wegen überqueren.
Die seit vielen Jahren mit WÜSTENFAHRER zusammenarbeitenden tunesischen Guides sind die die besten ihrer Zunft - nicht nur in puncto Ortskenntnis, sondern auch, was ihre fahrerischen Skills betrifft. Sie bewegen unsere Begleitautos in einer Art und Weise über unfahrbar erscheinende Riesendünen, wie es sich 99 % der 4x4-Touristen nicht vorstellen, geschweige denn es so clever und gechilled nachmachen könnten. Dazu sind sie einfach super-sympathische und entspannte Reisebegleiter, die uns lehren, die Schönheit der Sahara mit offenen Augen zu sehen.

Trotz Videos und Fotos kann sich niemand, der noch nicht dabei war, wirklich gut vorstellen, was ihn erwartet. Darum auch zu den Anforderungen dieser außergewöhnlichen Reise ein paar Worte: Trotz vieler in kurzen Abständen stattfindender Stops - zum Sammeln der Gruppe, zum Filmen, Fotografieren oder einfach nur Verschnaufen - kann das Motorradfahren in den zerklüfteten und eng stehenden Dünen des tunesischen Grand Erg Orientale anstrengend sein, zumindest für die in dieser speziellen Art von Dünen noch nicht Erfahrenen. Dank Thomas Troßmanns Fahrtechnik-Instruktionen, natürlich auch mithilfe der von ihm gefahrenen Linie, lernt aber jede/r offroad Geübte und/oder nur in vergleichsweise "leichteren" Dünen - z. B. denen Algeriens, Libyens oder Mauretaniens - Erfahrene in der Regel schnell, worauf es ankommt.

Ein dafür geeignetes Geländemotorrad ist natürlich Voraussetzung. Es sollte leicht sein, damit man es nach einem Steckenbleiber oder Umfaller wieder alleine flott bekommt. Gut geeignet sind Viertakt-Einzylinder-Sport-Enduros mit 250 bis 450 ccm und einem Gewicht zwischen 100 und 120 kg. Aktuelle Zweitakter mit 250 oder 300 ccm Hubraum sind mit ihren durchzugsstarken Triebwerken ebenfalls perfekt.
Nur wer in den tunesischen Dünen schon geübt ist, also z. B. schon mal mit seiner Enduro zum Houidet Riched gefahren ist, "darf" an dieser Reise auch mit rund 150 kg schweren Enduros wie der KTM 690 R, der Husqvana 701 oder der BMW XChallenge 650 teilnehmen. Dünen-Spezialisten fuhren zwar auch schon mit 200-kg-Enduros zum Houidhet Riched - z. B. haben Thomas Troßmann und einer seiner Stammkunden ihn 2014 mit ihren BMW 1200 HP2 erreicht. Die Weiterfahrt nach Sif Essaouane ist allerdings eine ganz andere "Hausnummer", wäre mit einer solchen Enduro auch einem Dünen-Routinier nur möglich, wenn es zuvor längere Zeit geregnet hat. In der Regel sind ergiebige Regenfälle aber selten und wenn, dann nur im Dezember und Januar der Fall - wegen der kalten und kurzen Tage und der eisigen Nächte keine gute Reisezeit.

Last-but-not-least: Das Enduro-Reisen im südtunesischen "Sandozean" kann wie unsere vielen Wiederholungstäter zeigen zur Sucht werden - nicht nur nach dem unvergleichlichen Fahrspaß, sondern auch nach dem entspannten Leben im Dünenmeer. Nirgendwo sonst läßt sich besser abschalten, können alle Zuhause-Themen auch mal dort bleiben als in den Dünen der Sahara - z. B. auch am Lagerfeuer unserer tunesischen Begleiter.
Unsere "Indianer" bekochen uns übrigens mittags und abends hervorragend und köstlich - Gegrilltes, Gemüse, Salat, National-Gerichte wie Couscous, Brik und Aysha und natürlich das täglich zweimal frisch im Sand gebackene "Feuerbrot". Zum Nachtisch gibt es natürlich Obst. Zum Frühstück bleiben wir beim bewährten und für die Anstrengungen des Dünenfahrens optimalen  "Kraftfutter" - Müsli, Milch, Nutella, Konfitüre und starker Kaffee.


Ein Reisebericht über die von 2002 mit 2018 von WÜSTENFAHRER rund 20 x durchgeführte "Sandmeerkreuzfahrt" ist in der Motorradzeitschrift ENDURO erschienen und hier downloadbar

 

VIDEOS ZUR TUNESIEN REISE

 

  

DETAIL-INFORMATIONEN:

Fahrerische Voraussetzungen:
- Fahrer/innen: Fahrerische Routine im Gelände und Sanderfahrung, am Besten schon in den südtunesischen Dünen.
- Motorrad: Diese Reise ist grundsätzlich nur für leichte - bis ca. 120 kg - Geländemotorräder geeignet. Nur echte Dünen-Routiniers kommen auch mit schwererem Material klar.
- Fitness: Trotz vieler Pausen und eher kurzer Tages-Etappen braucht es für diese Reise ordentliche Fitness und Kondition.

Teilnehmerzahl:
Mindestens 5, höchstens 9

Unsere Leistungen:
- Reiseleitung durch Thomas Troßmann
- Motorrad- und Gepäck-Transport von/bis WÜSTENFAHRER-Sitz
- 2 Begleit-Autos (4x4-Pickups)
- Benzin
- 2 Hotel-Übernachtungen in Douz
- Voll-Pension mit Bier und Wein bei den sieben Camping-Übernachtungen
- Halb-Pension bei beiden Hotel-Übernachtungen
- Behördliche Autorisation der Reise
- Einheimische Guides/Fahrer

Reisepreis:
3.890 €

Zusatzkosten:
- Flüge nach Tunis oder Djerba
- Transfers zwischen Flughafen und Douz (per Taxi, Bus oder Mietwagen)

Bezahlung:
- 20 % Anzahlung nach Erhalt der Buchungsbestätigung
- Restzahlung bis 30 Tage vor Beginn

Termine
22.03. - 30.03.2020

Buchungsschluß:
4 Wochen vor Reisebeginn

Buchung und Reiserücktrittsversicherung:
Bitte benutzen Sie das Online-Anmelde-Formular unter nachstehender Bilder-Gallerie.
Mit dieser können Sie eine Reiserücktrittsversicherung beim Anbieter Ihrer Wahl abschließen.
Wir empfehlen den ADAC oder Europe Assistance.




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