- Zweite Überschrift : Die elfte WÜSTENFAHRER-Reise nach Westafrika führt getreu Thomas Troßmanns Motto „Motorradreisen zwischen Expedition und Urlaub“ erst tief in die mauretanische Sahara, dann durch die schönsten Regionen des Senegal.
- Reisetermine:
- Termin von: 03.01.2027, Termin bis: 25.01.2027, Reise Zusatztext: Mauretanien, Senegal, Gambia, Reisetage: 23
- Reise Beschreibung:
- Überschrift:
Allgemeine Infos:, Inhalt:
Mauretanien, das Land "zwischen Meer und Sandmeer" ist eines der faszinierendsten Sahara-Länder.
Allerdings sind manche mauretanische Highlights nur auf fahrtechnisch durchaus anspruchsvollen Routen zu erreichen.
Eine davon ist auch Bestandteil dieser Reise - die rund 100 km lange "Piste" dicht entlang eines der schönsten Dünenmeere der Sahara, des Erg Amatlich.Belohnt wird der fahrerische Einsatz danach mit 35 Offroad-Kilometern in zwei unfassbar schönen Tälern - Tifoujar und "Valle Blanche" - zum Glück sind beide wieder einfacher befahrbar.
Die daran anschließende, einst gefürchtete Transsahara-Route nach Tidjiika ist inzwischen dank einer "neuen" Strasse kein unkalkulierbares zeitliches wie fahrerisches Risiko mehr - wie sechs WÜSTENFAHRER-Reisen über diese Route gezeigt haben. Hamdoulilah (arabisch: Gottseidank)!
Mit Beginn der zweiten Reisehälfte - ab Erreichen des südlichen Nachbarlandes Senegal - steht gemütliches Enduro-Wandern in subtropischem Klima und in vegetationsreicher Landschaft an, das Ganze eingebettet im hohen Komfort der von uns ausgewählten und im Senegal zu findenden guten Auberges und Hotels.
Leckere senegalesiche - genau gesagt französisch-kreolische - Küche, großwildreiche Nationalparks und herrliche Strände sorgen für Traumurlaub-Ambiente bis zum letzten Tag, dem Rückflug von Dakar. - Überschrift:
Detail-Infos:, Inhalt:
Termin:
So 03.01.2027 - Mo 25.01.2027 (Hinflug/Rückflug nach/von Nouakchott)Strecke:
3.200 kmAnmeldeschluß:
20.11.2026Teilnahmevorausetzungen:
- Routine auf leichten bis mittelschweren, Erfahrung auf sandigen Offroad-Strecken.
- Grobstollig bereifte, für sandige und felsige Offroad-Strecken, aber auch für längere Asfalt-Etappen geeignete Enduro.
- 150 km Reichweite - auch unter verbrauchsintensiven Bedingungen.
- Enduro-Bekleidung mit Protektoren an Rücken, Schulter, Ellenbogen, Unterarm und Knie.
- Motorrad-Stiefel aus dem Motocross- oder Enduro-Sport.
- Vollvisier-Helm oder Crosshelm mit Schutzbrille.
- A.T.A.-Carnet (für den temporären Import der Motorräder)Teilnehmerzahl:
Mindestens 4, höchstens 7Reisepreis:
6.410 €Im Reisepreis inkludiert:
- Benzin
- 14 Hotel-Übernachtungen (mit Frühstück, im Doppelzimmer)
- Der WÜSTENFAHRER-Truck für den Transport von Gepäck, Ausrüstung, Benzin, Wasser, Verpflegung, Motorrädern
- Auf den 7 Camping-Etappen Vollpension aus der WÜSTENFAHRER-Bordküche
- Info-Paket mit Erläuterungen und Empfehlungen zu Ausrüstung und Vorbereitung, Motorrad und Bereifung, Formalitäten, medizinischen Fragen usw.
- Reiseleitung durch Thomas Troßmann mit Unterstützung durch den Guide mit dem WÜSTENFAHRER in Westafrika seit 2004 zusammenarbeitet.
- Tracks der Reise-Route fürs Satelliten-NavigationsgerätNicht im Reisepreis inkludiert:
- Flüge nach /von Nouakchott (Kosten 2025 rund 550 €)
- Taxi-Fahrten zwischen Airport und Hotel
- Mittag-, Abendessen und Getränke bei Übernachtungen in Hotels und Lodges
- Grenzübertrittskosten (polizeiliche Stempelgebühren Mauretanien pro Einreise 15 €, Visum Mauretanien 90 €, Zollabfertigung Senegal 65 €)
- Motorrad-Haftplichtversicherung Mauretanien mit Senegal (beim Import der Motorräder nach Mauretanien, 55 €)
- Eintrittsgelder National-Parks
- Exkursionen per Boot oder Auto
- Brücken-Maut
- Fluss-Fähren
- Schiffs-Passage Ziguinchor>Dakar (46 € pro Motorrad, 47 € pro Person bei Unterbringung in Doppelkabine)
- A.T.A.-Carnet (erhältlich bei IHK, 130 €)Auf Wunsch:
- Einzelzimmer (soweit verfügbar, Aufpreiszahlung vor Ort)
- Anreise nach Nouakchott und Rückreise von Dakar mit Thomas Troßmann im WÜSTENFAHRER-Truck (von/bis WÜSTENFAHRER-Sitz, Dauer hin 8 Tage, zurück 10 Tage; Mitfahrt kostenlos, Kosten der Schiffs-Passage nach gewünschter Kabinenklssse zwischen rund 230 und 650 €, Kosten für Übermachtung und Verpflegung vor Ort zahlbar) - Überschrift:
Zeitplan:, Inhalt:
TEIL 1, MAURETANIEN:
"ZWISCHEN MEER UND SANDMEER"So 03.01.2027:
Die Reise beginnt rund 30 km nördlich des Zentrums der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott - mit der Flugankunft und einer Übernachtung in dem am Meer gelegenen Fünfsternehotel Al Salaam, erbaut von saudischen Investoren und erst seit 2020 in Betrieb.
Thomas Troßmann, eventuelle "Overland"-Mitanreiser und der WÜSTENFAHRER-Truck mit Anhänger und Motorrädern sind nach ihrer sechstägigen und 2.700 km langen Fahrt durch Marokko und Mauretanien tagszuvor angekommen.
Amar Sidi, seit 2004 als Guide und Vor-Ort-Orga-Chef für die WÜSTENFAHRER-Westafrika-Reisen tätig, ist seit dem Grenzübertritt von Marokko/Westsahara nach Mauretanien mit dabei. Er oder einer seiner Mitarbeiter nehmen die Fluganreiser/innen am International Airport von Nuakchott - Oumtounsy - in Empfang und bringen sie per Taxi zum Hotel.
Auf dessen abgesperrten Parkplatz bleibt auch der WÜSTENFAHRER-Anhänger bis zu unserer Rückkehr stehen.
Übernachtung: Hotel 1 von 14Mo 04.01.2027:
Vom dem führt die Reise-Route für die Motorradfahter/innen am folgenden Tag rund 30 km weit über den Sandstrand. Zügig und ohne den Motor zu strapazieren geht das am besten möglichst dicht an der Wasserlinie, denn nur dort ist der Sand fest. Wichtig ist, den Kontakt mit den über den Strand auslaufenden Meereswellen möglichst zu vermeiden oder wenigstens gering zu halten, also mit Blick auf die Brandung immer so weit landwärts auszuweichen, dass man nicht von ihr „erwischt“ wird.
Aufpassen heißt es nicht nur auf die auslaufenden Brandungswellen, sondern auch auf durch sie entstandene Gräben und Abbrüche - und leider auch auf allerlei „Gerümpel“, denn selbst ein endlos langer Strand ist nicht sauber - allerdings nicht wegen der hiesigen Bevölkerung, sondern wegen der riesigen Frachtschiffe, die entlang der afrikanischen Küste verkehren und ihren Müll außerhalb der Hoheitsgebiete der einzelnen Staaten im Meer entsorgen.
Vor einem militärischen Sperrgebiet geht es auf eine kurze Piste ins Landesinnere. An ihrer Kreuzung mit der in einem Abstand von etwa 5 km parallel zur Küste verlaufenden Hauptstraße N2 ist der Trefgpunkt mit Thomas Troßmann und dem WÜSTENFAHRER-Truck Rund vierzig Kilometer folgen wir der Straße Dann können die Biker wieder zur Strand-Route zurück.
20 km nördlich des Fischerdorfes Tiulit beginnt ihr spektakulärster Abschnitt. Er ist 30 km lang und nur bei Ebbe befahrbar. Zu wissen, wann und wie stark - abhängig vom Mondstand - diese ausfällt, ist entscheidend für die Befahrbarkeit dieser Strecke. Ersteres sagt uns eine Handy-App, zweites weiß unser mauretanischer Guide.
Selbst bei voller Ebbe gibt es aber eine Schlüsselstelle, der immer wieder Strandfahrer - sogar einheimische - zum Opfer fallen. Dort ist die „Fahrbahn“ nämlich über rund einen Kilometer nur wenige Meter breit, weil landseitig durch über 50 m hohe und sehr steile Sanddünen begrenzt. Zudem fällt sie dort schräg zum Meer hin ab.
Für die Motorräder ist das bei voller Ebbe kein Problem, denn sie können dieses Stück auch dicht an den Dünen fahren - mit viel Gas und wenig Reifendruck. Für Autos - abgesehen vielleicht brutal pilotierte Rallye-„Geschosse“ mit ettlichen hundert Pferdestärken - ist diese Fahrt-"Route" wegen des extrem weichen Sandes unmöglich.
Der WÜSTENFAHRER-Truck fährt vom letzten Fischerdorf vor dem „Brandungs-Dünen-Engpass“ auf der N2 nach Norden. Ein Treffpunkt mit den Bikern wird in Nouamghar - größter Fischerort und Sitz der Verwaltung des Nationalparks Banque d‘Arguin - vereinbart.
Strecke: 70 oder 40 km Piste/offroad, 60 oder 90 km Straße
Übernachtung: Camping 1 von 7Di 05.01.2027:
Unweit Nouamghar verlassen wir das Meer und biegen ab in Richtung Sandmeer. Erstmal auf fester Piste in Richtung Nordosten bis wir nach rund 60 km die Straße N2 erreichen. Wir folgen Ihr kurz bis wir die Tankstelle in dem Dorf Shami, wo wir unsere Fahrzeuge während unserer Mittagspause gründlich mit Süsswasser abspritzen lassen.
Danach geht es in Richtung Südosten immer tiefer in die mauretanische Sahara - erst auf einer schmalen und in keiner Karte verzeichneten Straße, dann auf einer Piste durch faszinierende Wüstenlandschaft mit vielen Dünenketten und wilden Dromedare rechts, links und auch auf der Fahrbahn
In der Nähe der Oase Benichab richten wir unser Nachtlager ein.
Strecke: 80 km Piste/offroad, 60 km Straße.
Übernachtung: Camping 2 von 7Mi 06.01.2027:
Auf mal feldwegschmaler, mal Hunderte von Metern breiter Piste fahren wir durch flachere Wüstenlandschaft - rund 100 km weit in östlicher Richtung entlang einer Wasserleitung mit diversen Brunnen und Tiertränken.
Im Städtchen Akjout an der 1.200 km langen Straße N1 zwischen Nouakchott und der Garnisons-Stadt Bir Moghrein im äußersten Norden Mauretaniens - tanken wir und kaufen in den diversen Läden ein, was wir brauchen und wollen.
Wir folgen der längsten Verkehrsader des Landes noch rund 25 km, zweigen dann auf eine Piste zum Erg Amatlich ab. Am Nordhang des Dünenmeeres campieren wir in malerischer Landschaft.
Strecke: 120 km Piste/offroad, 30 km Straße.
Übernachtung: Camping 3 von 7Do 07.01.2027:
Entlang des Dünenmeeres geht es auf schmaler, fahrtechnisch stellenweise anspruchsvoller Sandpiste durch spektakuläre Landschaft nach Osten. Nach 65 km fällt unser Blick urplötzlich in ein tiefes Tal - das legendäre Tifujar. Eine steile Sandpiste führt hinunter in die Schlucht, die im Norden durch riesige Dünen, im Süden durch hoch aufragende schwarze Felswände begrenzt ist - eine der beeindruckendsten Landschaften der gesamten Sahara.
10 km weit düsen wir mit reichlich Gas über den weichen Sand des Talbodens, biegen am östlichen Ausgang der Schlucht nach Süden ab - ins märchenhaft schöne Valle Blanche („weißes Tal“). Dort suchen wir uns in einen der vielen kleinen Seitentäler einen schönen Platz zum Zelten.
Strecke: 80 km Piste/offroad
Übernachtung: Camping 4 von 7Fr 08.01.2027 + Sa 09.01.2027:
Beim Städtchen Aoujeft - zwanzig sandige Kilometer südlich unseres Lagerplatzes - erreichen wir die nach über zehn Jahren Bauzeit 2024 fertiggestellte Transsahara-Strasse zur Stadt Tidjiika.
Auf ihr lässt sich die zentralmauretanische Sahara unproblematisch in zwei Tagen durchqueren - rund 350 km, für die man vor dem Straßenbau mindestens dreimal so lang brauchte - oder länger, wenn auf der materialmordenden „alten“ Strecke durch das Fels- und Dünen-Labyrinth etwas kaputt ging - nicht unwahrscheinlich auf einer Strecke, die auf Karawanen-Routen des 19. Jahrhunderts basierte und nicht auf für Fahrzeuge gut Machbarem - wohl auch, weil es das in diesem Teil der mauretanischen Sahara nicht gibt.
Die neue Strasse umfährt die schlimmsten der ehemalige „Angststrecken“ - wie z. B. die Dünen von Wakchodda oder die Felstreppen-"Piste" von Tiraban. Abstecher dorthin sind von der neuen Straße über ein Trockenflusstal möglich und wir unternehmen sie natürlich. Wer sich wir wie vor ettlichen Jahren mehrfach auf der alten Route dort durchkämpfen musste, kann sie besonders genießen.
Mit der Stadt Tidjika erreichen wir ein wildromantisches Bergland und den Beginn der Sahelzone.
Strecke: 350 km Straße, 50 km offroad (Abstecher nach Wakchodda und Tirabane).
Übernachtungen: Camping 5 von 7, Hotel 2 von 14So 10.01.2027:
Nach 120 km durch bizarre Berglandschaften erreichen wir das Städtchen Nbeika. Hier zweigt eine Piste nach Matmata - zur berühmten "Krokodil-Schlucht" ab. Der Abstecher ist 25 km lang, kurvenreich und sandig sowie von dichter Vegetation gesäumt.
In den Tümpeln und Seen des 3 km tief in ein Hoch-Plateau hineinreichenden, bis zu 300 m breiten und von über 50 m hohen Felswänden begrenzten Tales gibt es tatsächlich Krokodile.
Sie gelten nach dem Aussterben dieser Spezies im Guelta von Timia im nigrischen A:Ur-Gebirge als letzte Population der sog. Sahara-Krokodile.
Es geht ihnen in dem Tal gut, denn wir haben sie schon auf mehreren Reisen beobachten können, einmal sogar mit Baby-Krokodilen und im Sand des Talgrunds sind viele, beeindruckend große Fuß- und Schwanzschleifspuren zu sehen.
Auf unserer Wanderung in die - unbefahrbare - Schlucht bekommen wir die sich auf Felsen und Sandbänken "sonnenden", bis mehrere Meter langen und recht korpulenten Reptilien deshalb auch mehrfach vor Augen - und Linsen.
Unser vorauslaufender Guide Amar Sidi weist uns an, von allen Gewässern Abstand zu halten, denn die Krokodile sind in der trüben Brühe nicht zu sehen und springen blitzschnell heraus, wenn sie Beute wittern - und zerren diese dann ins Wasser - ein unvorstellbar schrecklicher Tod!
Wie uns später Kinder des unweit der Schlucht unter Palmen liegenden Dorfes Matmata erzählen, kommen die Reptilien im Hochsommer, wenn die Fische in dem gut 300 m durchmessenden größten See am Ende des Tals knapp werden, sogar aus dem Tal ins Dorf, schnappen sich immer wieder mal Ziegen und Hühner.
Wir campieren deshalb lieber in größerem Abstand zu Taleingang und Kroko-Teichen.
Strecke: 120 km Straße, 25 km Piste/offroad
Übernachtung: Camping 6 von 7Mo 11.01.2027 + Di 12.01.2027:
Rund 300 km weit durchqueren am ersten Tag die südlich des Berglandes liegende Sahelzone von NO nach SW. An guten Camping-Plätzen einige Kilometer abseits der Straße herrscht in der extrem dünn besiedelten baumbestandenen Savanne kein Mangel.
Beim Flussfischerdorf Bogue erreichen wir das nördliche Ufer des Senegal. Wir folgen dem Strom nach Westen.
In der großen Flusshafenstadt Rosso erreichen wir die von Nouakchott hierher führende Strasse. Die Schlange der auf die Fähr-Passage nach Senegal wartenden Trucks ist ettliche Kiilometer lang. Wir verlassen in Rosso nach 480 km seit dem Krokodiltal den Asfalt und folgen einer Piste durch den Nationalpark Keur Macen. Sie führt knapp 100 km weit bis an die Mündung des Senegal in den Atlantik. Warzenschweine, Warane, riesige Schwärme von Pelikanen und anderen Wasservögeln bevölkern den Park.
Der berüchtigte Grenzübergang zwischen Mauretanien und Senegal bei Diama ist auf der mauretanischen Seite dank der Beziehungen Amars rasch erledigt.
Auf der senegalesischen jenseits einer mautpflichtigen Klappbrücke dauert es länger, denn die Registrierung unserer A.T.A.-Carnets und die Erteilung des senegalesischen Visums ist für die Grenzer mit einiger Schreibarbeit verbunden. Publikum wie allgemeines Treiben an der Grenze sind zum Glück so interessant, dass wir uns nicht langweilen.
Irgendwann ist Alles erledigt und wir können offiziell den Senegal und damit Schwarz-Afrika betreten.
Es ist so anders als Mauretanien - vor Leben und Lebendigkeit sprudelnd, bunt und fröhlich, voller Musik und Kunst, aber halt auch deutlich chaotischer.
25 km südlich der früheren Hauptstadt des Senegal - bei der Durchquerung von Saint Louis sollte man sich als "Toubab" (Weißer) und Tourist unbedingt an die vorgeschriebene Geschwindigkeit halten - fahren wir auf eine Insel im Atlantik.
Dort befindet sich in karibisch anmutender Idylle ein seit vielen Jahren von den Schweizern Ursula und Martin Dürig geführtes Lodge-Hotel, die legendäre "Zebrabar".
Wir legen an dem traumhaften Platz einen Pausentag ein, geniessen die köstliche schweizerisch-senegalesische Küche und das Flair dieses historischen Afrika-Fahrer-Treffpunkts.
Strecke: 480 km Straße, 130 km Piste.
Übernachtung: Camping 7 von 7, Hotel 3 von 14TEIL 2, SENEGAL + GAMBIA: "SCHWARZAFRIKA FÜR GENIESSER"
In der zweiten Hälfte unserer Reise steht nicht das Bewältigen von „wüsten“ Offroad-Strecken im Vordergrund, sondern Land und Leute, tropische Vegetation und faszinierende Tierwelt - das Alles eingebettet in das „Bacardi-Ambiente“ der sehr guten und schönen Unterkünfte, die wir ausgewählt haben.
Trotzdem kommen in Senegal und Gambia - unsere Reise führt bis in die Casamanche an der Grenze zum südlichen Nachbarland Guinea Bissau - auch der Enduro- und Offroad-Spaß nicht zu kurz, denn unsere Route verläuft immer wieder abseits des Asfalts, wenn auch fahrerisch einfacher als in Mauretanien. Darüber ist aber nach neun Tagen in der Wüste mit zum Teil anspruchsvollen und anstrengenden Fahr-Etappen niemand in unserer Gruppe unglücklich.Mi 13.01.2027:
Pausentag in der "Zebrabar", wo wir relaxen, die Fahrzeuge warten, per Einbaum zu einer unbewohnten Insel und mit dem Motorrad ins knapp 30 km entfernte Saint Louis fahren können.
Das Städtchen ist mit seinem Ambiente aus morbiden Kolonial-Flair und schwarzafrikanischem Trubel unbedingt einen Besuch wert.
Eine Pferdekutschen-Rundfahrt hat zwar "touristischen" Beigeschmack, lohnt sich aber, weil man Viertel der Stadt sieht, die man sonst kaum betreten würde, vom Guide viel Interessantes erfährt - und nicht ständig von Souvenir-Verkäufern und Bettlern belagert wird.
Strecke: 30 km Strasse, 20 km Piste
Übernachtung: Hotel 4 von 14Do 14.01.2027:
Unser erster richtiger Fahrtag im Senegal ist ein absolutes Enduro-Highlight - und profitiert davon, dass wir das Fahren am Strand in Mauretanien geübt haben. Heute sind es sage-und-schreibe 130 km, die die Motorradfahrer/innen direkt auf dem Strand fahren - vom unweit der Zebrabar gelegenen Dorf Potu zum legendären einstigen Dakar-Rally-Ziel "Lac Rose".
Diese Strand-Etappe ist zwar länger, aber selbst bei schwacher Ebbe leichter zu fahren als die mauretanischen Strandstrecken.
Der WÜSTENFAHRER-Truck fährt mehr oder weniger parallel im Landesinneren und kann an mehreren Stellen - bei Fischerdörfern - bis ans Meer fahren und Assistenz leisten, falls ein Anruf - das Telefon-Netz ist im Senegal sehr gut - diese anfordert.
Nach dem Mittagessen im Restaurant des Treffpunkts am Lac Rose, fahren wir rund 60 km bis zu unserem heutigen Ziel, dem wunderschönen und direkt an einem Traumstrand gelegenen Hotel African Queen an der Lagune von La Somone.
Auch hier bleiben wir wieder einen Tag, da es Interessantes und Schönes zu sehen und zu tun gibt.
Strecke: 130 km Piste/offroad, 70 km Strasse.
Übernachtung: Hotel 5 von 14Fr 15.01.2027:
Absolut lohnenswert ist eine Lagunen-Bootsfahrt und ein Fischessen auf einem der Insel-Restaurants. Auch der Besuch des "Parque de Bandia" ist von Interesse - auch wenn er nicht billig ist und eher Tierpark- als Wildnis-Atmosphäre besitzt. Mit dem nationalpark-typischen offenen Truck wird man rund zwei Stunden in dem 35 Quadrat-Kilometer großes Arial herumgefahren und sieht Giraffen, Zebras, Nashörner, Straussen, Affen, allerlei gehörnte und gefiederte Tiere in freier Widlbahn.
Neben dem schönen und sehr guten Park-Restaurant gibt es einen großen und zum Glück umzäunten Krokodil-Teich, sodass man in dem Freiluft-Restaurant nur von frechen Affen und sich gelegentlich durchschlängelnden Waranen belästigt wird.
Strecke: 30 km Piste und Strasse (Bandia-Park hin und zurück).
Übernachtung: Hotel 6 von 14Sa 16.01.2027:
Von La Somone fahren wir rund 60 km weit - gut 20 davon durch das von chaotischem Verkehr verstopfte Städtchen Mbour - bis zu dem Dorf Fadiuth. Über eine 450 m lange Holzbrücke laufen wir auf die von christlichen Fischern besiedelte "Muschelinsel" - ein hochinteressanter Ausflug.
Danach schlängeln wir uns durch das Delta des Flusses Saloum südwärts, mal auf kleinen Strassen, mal auf Pisten. Wir überqueren den Fluss auf der erst seit 2023 fertigen Brücke. Zuvor wartete man hier stundenlang, bis man endlich auf die klapprige Fähre durfte.
Wenige Kilometer vor der senegalesisch-gambischen Grenze, erreichen wir das Tor zur "Fathala Game Reserve", werden von den Rangern angewiesen, ohne anzuhalten die 4 km Piste zu unserer Lodge zu fahren, denn es gäbe Löwen. Daran sollten wir uns halten, denn bei der letzten Reise sorgte eine Pinkelpause, bei der wir riesige Pfoten-Abdrücke im Sand neben der Piste entdeckten, für erhebliche Unruhe unter uns.
Strecke: 140 km Strasse, 90 km Piste
Übernachtung: Hotel 7 von 14So 17.01.2027:
Wir bleiben einen Tag in der Fathala Game Reserve, sehen an der Tränke neben der traumhaften Lodge eine Menge Tiere. Natürlich können und sollten wir auch eine Wild-Beobachtungsfahrt mit einem der Park-Trucks mitmachen.
Oder sogar das legendäre "Walking with lions".
Nichts für schwache Nerven, denn man geht tatsächlich mit einigen Rangern zu Fuß in den Busch - und wird urplötzlich mit der Gegenwart zweier Löwen konfrontiert. Keine Tierpark-Exemplare, sondern "normale", wilde Löwen. Sie sind zum Glück satt, weil gestern mit einem Esel gefüttert und vertraut mit den Rangern, die die Teilnehmer vor dem etwa eine Stunde dauernden "Spaziergang mit Löwen" genau ein- und anweisen, was zu tun und was zu lassen ist. Trotzdem: Die Adrenalin-Ausschüttung ist bei diesem Ausflug maximal!
Strecke: 0 km per Motorrad
Übernachtung: 8 von 14Mo 18.01.2027:
Heute haben wir zwei Möglichkeiten, unser Ziel Ziguinchor, Hauptstadt der südsenegalesischen Region Casamanche und am gleichnamigen Fluss gelegen, zu erreichen. Die erste ist 190 km lang und beginnt nach dem sehr "DDRigen" Grenzübertritt in das anglophone und gegenüber Senegal arme und rückständige Land Gambia mit einer Fährschifffahrt über die 15 km breite Mündung des Gambia-River in den Atlantik.
Auf der anderen Seite empfängt uns Bathurst, die Hauptstadt des durch Senegal auf drei Seiten umschlossenen Staates Gambia mit absolut extremem Verkehrs-Chaos, sodass es Stunden dauert, bis man den Moloch des "Fledermausnests" durchquert hat!
Trotz des damit verbundenen "Nervs" eine ultimative Erfahrung - und die Lehre, das Schwarz-Afrika einen nur dann nicht in den Wahnsinn treibt, wenn man ganz ganz cool bleibt.
Trotzdem ist die zweite Möglichkeit, Gambia zu durchqueren die Bessere.
Sie ist zwar 90 km länger und verläuft genau so weit östlicher, aber auf Strässchen und Pisten in ländlichen Regionen. Zudem kann man den Gambia-Fluss über die 2023 fertiggestellte Brücke von Faragenni überqueren. Davor war es nur über eine nicht weniger chaotische Fährschiffahrt als die nach Bathurst möglich.
Die gambische Ausreise und die erneute selegalesische Einreise verlaufen a la "kleiner Grenzverkehr" zügig und unkompliziert, sodass wir nach den heutigen 280 km in der Casamanche-Hauptstadt Ziguinchor in unserem direkt am Fluss gelegenen, traumhaft schönen Hotel Kandiandoumagne vor dem Abendessen einen gepflegten Sundowner nehmen können.
Strecke: 180 km Straße, 100 km Piste
Übernachtung: Hotel 9 von 14Di 19.01.2027:
Vor unserer Weiterfahrt zur nur noch 70 km entfernten Küste der Casamanche bei Cap Skirring kaufen wir am Hafen von Ziguinchor unsere Schiffs-Tickets für das in drei Tagen ablegende Schiff nach Dakar - die bequemste Art aus dem tiefen Süden Senegals wieder in seinen Norden zu gelangen.
Durch reizvolle Urwald- und Lagunenlandschaft fahren wir bis ans Meer, quartieren uns dort in einem Hotel wie aus einer Bacardi-Werbung ein.
Strecke: 70 km Strasse
Übernachtung: Hotel 10 von 14Mi 20.01.2027:
Außer an Pool und Meer relaxen und baden lassen sich hier auch gut Ausflüge per Enduro unternehmen. Einer führt uns auf dem breiten Sandstrand nach Süden und schon nach kaum 2 km ins südliche Nachbarland Guinea Bissau.
4 bis 5 km fahren wir noch weiter, wenn es die aktuelle Gezeiten-Situation erlaubt. Dann taucht im Landesinneren eine den Mangroven-Urwald überragende Staats-Flagge auf - vermutlich eine Kaserne, denn einen Grenzübergang gibt es hier nicht. Wir fahren wieder zurück, bevor wir auf einen Militärposten treffen.
Der zweite Enduro-Ausflug ist rund 50 km lang und führt am Strand und auf Piste zur Mündung des Flusses Casamanche in den Atlantik. Die sehen wir übermorgen nocheinmal von unserem Fährschiff nach Dakar.
Strecke: 60 km offroad
Übernachtung: Hotel 11 von 14Do 21.01.2027:
Da morgen die Verschiffung im Hafen von Ziguinchor mehrere Stunden vor der für 13.00 Uhr geplanten Abfahrt beginnt, fahren wir heute Nachmittag die 70 km dorthin zurück und übernachten noch einmal im Hotel Kandiandoumagne.
Strecke: 70 km Straße
Übernachtung: Hotel 12 von 14Fr 22.01.2027:
Bis zum Sonnenuntergang um kurz vor 19.00 Uhr gibt es auf den rund 100 km durch den Oberlauf des Flusses zu seiner Mündung viel Schönes und Interessantes zu sehen.
Strecke: -
Übernachtung: SchiffSa 23.01.2027:
Schiffsankunft in Dakar ist planmäßig um 6.00 Uhr morgens. Dank der mittlerweile fertig gebauten Stadtautobahn können wir das von 4 Millionen Menschen bewohnte und befahrene Dakar trotz morgendlicher Rushhour relativ zügig hinter uns lassen. Unser heutiges Ziel, die "Zebrabar" erreichen wir auf den Nebenstraßen, die Thomas Troßmann vor 9 Tagen mit dem WÜSTENFAHRER-Truck parallel zur 130 km langen Lac-Rose-Strandfahrt der Biker benutzte.
Strecke: 250 km Straße
Übernachtung: Hotel 13 von 14So 24.01.2027:
Der letzte Fahrtag der Reise bringt uns zurück nach Nouakchott. Erstmal geht es zum senegalesisch-mauretanischen Grenzübergang bei Diama. Der kostet uns wegen des geringeren Formalitäten-Aufwands bei der Ausreise nur etwa eine Stunde. Und die Einreise nach Mauretanien "flutscht" trotz erneuter Ausstellung eines Visums - dank Amar Sidi.
Auf holpriger Piste geht es danach 50 km weit durch den Nationalpark Keur Macen zum gleichnamigen Dorf, dann 35 km weit auf rudimentärer Nebenstraße zur Einmündung in die 2024 neu geteerte N2 nach Nouakchott.
Das nach 160 km erreichte Stadt-Zentrum umfahren wir, vermeiden so das immerwährende Verkehrs-Chaos im Zentrum der riesigen Stadt. Unser Fünfsterne-Hotel Al Salaam, erreichen wir daher einigermaßen stressfrei am mittleren bis späten Nachmittag.
Strecke: 250 km Straße, 50 km Piste
Übernachtung: Hotel 14 von 14Mo 25.01.2027:
Taxi-Transfer zum International Airport von Nouakchott und Rückflug.
Verladen der Motorräder und Abfahrt von Thomas Troßmann, seinem Assistenten, dem Guide Amar Sidi und den overland heimreisenden Teilnehmer/inne/n im WÜSTENFAHRER-Truck zur sechstägigen und 2.700 km langen Fahrt nach Tanger. Dorf legt in einer Woche das Fährschiff nach Genua ab.
- Überschrift:
Allgemeine Infos:, Inhalt:
- Videos:
- Video Titel:
2023-02 <br>Senegal + Mauretanien - Drivers View, Video Bild:
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2023-02<br>Senegal + Mauretanien - Guides View, Video Bild:
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2023-02 <br>Senegal + Mauretanien - Drivers View, Video Bild:
- Reise Land: Westafrika
- Buchungsschluß: 4 Wochen vor Reisebeginn
- pfad: wuestenfahrer/reisen/westafrika
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