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MAROKKO - unsere "Große Marokko-Rundreise" findet 2027 wie ihre 2026 Ausgabe im Frühling statt
Über Ostern ist der ideale Termin für eine so umfassende Marokko-Rundfahrt, denn die Tage sind schon lang, das Wetter in der Wüste noch nicht heiß, im Hochgebirge und am Meer schon warm genug.
Das hat sich bei unserer ersten Ausgabe dieser 24 Tage in Marokko bleibenden Reise ebenso herausgestellt wie die Tatsache, dass ein vernünftig bepacktes Adventure-Bike kein Begleit-Auto braucht. Überhaupt war für WÜSTENFAHRERS erste Adventure-Bike-Gruppe das Reisen mit solchen Motorrädern ein 3.800 km langer und von keinerlei Problemen getrübter Hochgenuss - ob onroad oder offroad - das Ganze im Gegensatz zu autobegleiteten Marokko-Reisen eingerahmt von zügiger Verschiffung und Grenz-Formalitäten-Abwicklung
Offroad fuhren wir - abgesehen von spontanen Abstechern auf der jeweiligen Tages-Etappe - ganz ohne Gepäck bzw. mit leichtem Tages-Gepäck.
Z. B. bei Ausflügen wie dem zum legendären Cirque de Jaffar. Oder zwischen Plage Blanc, Foum Asska und Fort Bou Jerif. Oder beim tralistisch angehauchten Enduro-Wandern in der Region der "blauen Felsen von Tafraoute". Oder zum See von Merzouga. Oder beim Dünen-Trainings-Ausflug von Mhamid zum Erg Lihoudi.
Ohne Gepäck fuhren wir natürlich auch auf der zweitägigen und fahrerisch zum Teil anspruchsvollen Offroad-Etappe von Mhamid über den Erg Chegaga nach Foum Zguig.
Für die gaben wir uns am vorherigen Pausentag in Mhamid oben erwähntes Sand- und Dünen-Fahr-Training.
Für die "Trans-Erg-Chegaga" selbst hatten wir einen einheimischen Guide mit 4x4-Pickup. Dessen Ortskenntnis war auf unserer Reise besonders wichtig, denn eine Woche zuvor fallender Starkregen, hatte nicht nur alle Wadis geflutet - weshalb wir auch die Schlucht von Jaffar nicht "normal" durchfahren konnten, sondern auf einer Schammpiste oberhalb und parallel dazu - sondern auch den riesigen Lac Ikri südlich und westlich des Erg Chegaga zum Meer, die Sonne ihn dann zu einem tückischen Sumpf mit scheinbar fester Oberfläche gemacht.
Nicht wenige Autos, hörte man, fuhren sich in der Pampe fest.
Unser Guide Brahim nahm daher seinem im Chegaga-Camp arbeitenden Freund Habib auf dessen Drängen für die Fahrt nach Foum Zguig mit.
Unsere Ankunft im Inneren des Erg Chegaga, hatte bei ihm für Verblüffung gesorgt, denn normalerweise schaffen es nur Leih-Quads und -Sport-Enduros mit "wilden" Spaniern hierher, und nicht eine Frau auf einer KTM 890 R. Im Rallye-Modus und mit ausgeschalteter Traktions-Kontrolle hatte Petra der Höllenritt über die Dünen aber richtig Spaß gemacht.
Auf der Fahrt vom Erg Chegaga über den Lac Ikri wären wir ohne den extrem ortskundigen Habib zumindest einmal in den "Sumpf des Grauens" geraten. Brahim konnte das Lenkrad nach Habibs Warnschrei auf der plötzlich brechenden Schwemmtonkruste gerade noch herumreißen.
Eine unerwartete lange Offroad-Strecke erwartete uns schließlich noch bei der Fahrt über den berühmten Tizi'n-Test-Pass nach Marrakesch. Fast 100 km waren Piste und Baustellen-Trasse.
Bis zu unserer nächsten Fahrt über den Tiz'n-Test - bei der "Großen Marokko-Mauretanien-Reise" im Oktober 2026 (Beschreibung bei MAROKKO) - dürften die Schäden durch das Erdbeben von 2023 wohl kaum behoben sind, zumal immer wieder wetterbedingte Stein-Lawinen für neue sorgen.
Ein Unterschied zu unserer "Großen Marokko-Reise" von 2026 wird sein, dass wir nicht mehr campieren, sondern ausschließlich in schönen Riads und Dars übernachten. Diese traditionellen Herbergen sind wie Museen, immer recht luxuriös und in fast jeder Stadt des Landes zu finden - ohne breites Begleitauto auch im Inneren malerischer Medinas.
Der Grund, warum wir nicht mehr zelten, ist nicht die Qualität marrokanischer Campingplätze. Im Gegenteil, denn Wohnmobil-Reisende - von denen sind in Marokko viele unterwegs - stellen hohe Ansprüche. Aber es ist nunmal so, dass es Motorradreisenden einfach keinen Spaß macht, zwischen rollenden Einfamilienhäusern zu zelten.
"No Camping" hat natürlich den Vorteil, dass schätzungsweise die Hälfte des Gepäcks daheim bleiben kann. Bei unserer Gruppe wäre dann bei Jeder/Jedem nur ein kleinerer bis mittlerer Packsack oder alternativ zwei Softluggage-Packtaschen übrig geblieben. Die wiegen mit Inhalt wahrscheinlich weniger als Stahlgepäckträger mit Müll-Containern, Verzeihung - Alukoffern.
